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Wir sind Juden aus Breslau

15. November 2021

Sondervorführung in HerzbergSondervorführung in Herzbergin der Kinowelt Central-Lichtspieleam Dienstag 23.11.21 um 18.30 UhrMit Einführung durch die Regisseurin Karin Kaperund anschließendes FilmgesprächIn Zusammenarbeit mitdem Integrationsbeauftragten des Landkreises GöttingenZusätzliche Schulvorführungen am 24.11. mit RegisseurinHauptstraße 42A, 37412 Herzberg am HarzProtagonisten: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, AbrahamAscher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg,Max Rosenberg, Pinchas Rosenbergsowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und WrocławMusik: Bente Kahan, Simon Wallfisch, Patrick Grant, Carlo AltomareEin Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegenstärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa.Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitikgegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale derProtagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen desHolocaust in Verbindung setzt.Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mitder damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler andie Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksalder Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen,einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamensie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, undauch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und demAufbau Israels wesentlich mitgewirkt.14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdischeLebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich einfacettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühereHeimat auf sich, reisen ins heutige Wrocław, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppebegegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eineemotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltendeZukunft.Pressestimmen:Peter von Becker, TagesspiegelEin filmisches Denkmal, erschütternd und erhellend. Um das Aufeinandertreffen der letztenZeugen mit den Mädchen und Jungen von heute ziehen die Filmemacher Kaper und Szusziesihre behutsamen Kreise: von Breslau einst und jetzt, von Orten der Emigration mit Szenenauch aus Israel, den USA oder Frankreich, im Wechsel zwischen historischen und aktuellenAufnahmen, Einzelinterviews, Dialogen mit den Jugendlichen und erstaunlichen Begegnungen.Wilfried Hippen, TAZMit der Veränderung des politischen Klimas in Polen hat der Antisemitismus dort neuenAuftrieb bekommen, und indem sie auch davon in ihrem Film erzählen, geben die Filmemacherihm noch mehr Tiefe und Dringlichkeit.Eva-Elisabeth Fischer, Süddeutsche ZeitungZeugnis gegen die Unverbesserlichen. Es wird alles gesagt. Geschont wird niemand. Und dasist gut so.Björn Schneider, Spielfilm.de"Wir sind Juden aus Breslau" ist ein Kaleidoskop an ergreifenden, sprachlos machenden EinzelundFamilienschicksalen, die der Film klug, mitreißend und zu keiner Sekunde langatmig,miteinander verwebt.Dorothee Tackmann, Programmkino.deIn vierzehn Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Eine bewegende,perspektivenreiche Dokumentation. Dieses Zusammentreffen der Zeitzeugen ist einmalig. DerFilm nimmt einen gefangen.FBW: Prädikat Wertvoll FSK: ab 12 Jahre Länge: 108 MinutenProduktion und Eigenverleih des Films wurden von der Beauftragten der Bundesregierungfür Kultur und Medien (BKM) gefördert.